"von mir geschrieben Gedichte"

"Das Leben vergessen"

Gestern wart ihr, war ich, war mein Leben, noch da.
Da wußte ich noch, wer ihr, wer ich war.

Heute habe ich euch, habe mich vergessen, hier und da.
Bin ängstlich auf der Suche, wer ihr, wer ich war.

Morgen seit ihr, bin ich, schon lange nicht mehr da.
Nur in der Vergangenheit wußte ich, wer ihr, wer ich war.

Demenz!

 

 


"Toastbrot mit Erdbeermarmelade"

Ich sitze hier und frühstücke gerade,

leckeres frisches

Toastbrot mit Erdebeermarmelade.

 

Aufeinmal triggert der Geschmack im Mund,

ich wurde früher schlechter behandelt als ein Hund.

Wie eine Katze strommte ich durch die Straßen,

zu essen fand ich nur in den dunklesten Gassen.

 

Früher vor langer Zeit,

war der Hunger nie weit.

Tagelang kein Essen im Haus,

der Kühlschrank rückte nur Alkohol raus.

 

Ich sitze hier und frühstücke gerade,

im Hals bleibt mir stecken,

Toastbrot mit Erdbeermarmelade.

 

Überlekit breitet sich im Magen aus,

in meinem Kopf hunderte Fragen.

Die Welt dreht sich rasend im Kreis,

weil ich es wieder weiß.

 

Eltern zerstörten ihre eigenen Kinder,

führten sie zur Bank wie geschlachtete Rinder.

Eltern's Alkohol hat meine Kindheit zerstört,

mit jedem Schluck den sie tranken,

begangen sie Kinderseelenmord.

 

Ich saß hier und frühstückte gerade,

früher gabs wenn überhaupt, an manchen Tagen,

nur Toastbrot mit Erdbeermarmelade.

"Vater-einfach nur ein Kind sein dürfen"

Einfach mit einem Eis kleckern,

 

laut dabei rumstänkern.

Einfach so ein Glas Milch zerdeppern,

laut dabei gegen den Tisch scheppern.

 

Als Kind nie gedurft,

das Wort "einfach" nie gekannt.

Leise, brav, artig und wohlerzogen,

durch meine Kindheit geschlurft,

vor dem Wort "einfach" nur "blind" weggerannt.

 

Einfach so durch Laub springen,

laut dabei in den Wind singen.

Einfach so durch Regenpfützen toben,

laut dabei sich dafür selber loben.

 

Einfach mit zerrissen Hosen nach Hause kommen,

laut dabei mit dreckigen Gummistiefeln auf dem Boden trommeln.

Einfach die Jacke in die Ecke schmeißen,

laut dabei rufend die Stille zerreißen.

 

Als Kind nie gedurft,

das Wort "einfach" nie gekannt.

Leise, brav, artig und wohlerzogen,

durch meine Kindheit geschlurft,

vor dem Wort "einfach" nur "blind" weggerannt.

 

Einfach Kind sein dürfen,

einfach keine Angst haben zu müssen,

einfach leben können,

lebendig, lachend, träumend erwachsen werden können.

 

Als Kind nie gedurft,

das Wort "einfach" nie gekannt.

Leise, brav, artig und wohlerzogen,

durch meine Kindheit geschlurft,

vor dem Wort "einfach" nur "blind" weggerannt.

 

Heute...hab ich mir "einfach" erkämpft,

was mir als Kind nicht gegeben.

Lebendig, lachend, träumend bin ich laut geworden,

keiner wird mir mehr mein "einfach" nehmen.

"die Freiheit der Sterne"

Viele Jahre saß ich am Strand,
alleine in einem Gefängnis der Einsamkeit.
Um mich gebaut eine gläserne Wand,
nur Stürme berürten mich von Zeit zu Zeit.

Sehnsuchtsvoll schauten meine Augen in die Ferne,
irgendwo mußte es doch jemanden geben.
Der mir zeigte die Freiheit der Sterne,
der mir schenkte ein schönes Leben.

Ziellos lief ich durch den warmen, weichen Sand,
suchend schaute ich frierend aufs Meer.
Hilflos rannte ich gegen meine eigene Wand,
innen drinne war ich schon lange leer.

Ohne es zu merken lief ich den Weg meines Lebens,
lief ich zitternd um den zu finden der mich langsam befreite.
Begriff irgendwann...dort draußen suche ich vergebens,
in mir werde ich ihn finden und nicht in die Weite.

Heute sitze ich am Strand und habe ihn gefunden,
beuge mich nach vorne und sehe in den Spiegel des Meeres,
Sehe in meinen Augen es ist mir gelungen,
ich hab mich entdeckt da ist nichts leeres.

Er den ich suchte heißt Freiheit,
lächelnd schaue ich übers Meer und spüre die Wärme.
Er war schon immer da steckte in mir schon die ganze Zeit,
ich schenke mir selbst ein schönes Leben.
Zeige mir selbst die Freiheit der Sterne.

"Herbsttrauer"

Stille vor dem Sturm,

Laub fällt auf die Strassen.

Wind bläht zum Orkan,

kälte weht durch die Gassen.

 

Tiefblau liegt das Meer,

tosend stürmt es an den Strand.

Möwen segeln durch die Lüfte,

schreien übers Land.

 

Blicke sehn nur grauen Himmel,

dunkle Wolken liegen vor dem Sternenzelt.

Voller Sehnsucht, Schmerz und Trauer,

kann dich nicht spüren in deiner Welt.

 

Stille in mir wird zum Orkan,

ein Tränenmeer stürmt durch mein Herz.

Meine Stimme fliegt durch die graue Dunkelheit,

schreit im grenzenlosen Schmerz.

(Bastian ich liebe dich...)

"für meine kl. Tochter"

Seit Tagen drehen sich meine Gedanken im Kreis,
innere Gefühle lassen mein vertrauen verschwinden.
Schwere Träume schrecken mich aus dem Schlaf ,
müde Tage,
ein ständiger Kampf meine innere Ruhe wiederzufinden.

Tagverloren will ich verdrängen, davor davonlaufen,
bleibe stehen und zwing mich es durchzustehen.
Ausgelaugte Kraftreserven lassen mich stolpern,
müde Füße,
aber Liebe läßt mich schritt für schritt weitergehen.

Zwei kleine Hände greifen nach mir,
Kinderaugen mich vertrauensvoll anschauen.
Kleine Lippen sagen mir "ich liebe Dich",
ihr lächelnder Mund,
gibt mir die Kraft meiner Stärke zu vertrauen.

Gedankenverloren schaue ich zum Himmelszelt,
blicke fragend in die Weite nach dem warum.
Versteckte Tränen lassen meine Augen brennen,
müde Augen,
doch es gibt keine Antwort, alles bleibt stumm.

Wütend schreie ich ins grenzenlose nichts,
"warum nur, meine Kleine ist doch erst zehn".
Verzweiflter Zorn läßt mich zittern,
müde Wut,
verdammt, wieso muß meine Kleine diesen Weg gehn.

Sie ist doch noch so klein,
ein freier, liebevoller Wirbelwind.
Mein Wirbelwind der leben in mein Leben bringt,
müde Stille,
jetzt über ihr schwebt...sie ist doch nur ein Kind.

Ich will nicht das sie ihr grenzenloses Vertrauen verliert,
will das sie immer weiß was Freiheit ist, wo ihre Winde sind.
Das mein kleiner Wirbelwind immer munter ihr Leben lebt,
nicht müde,
sondern voller Kraft und Mut...sie ist doch noch ein Kind.

Das Gedicht schrieb ich als meine Kleine mit dem Risiko leben mußte ev. einen Herzinfakt zu bekommen bzw. das ihr Herz durch ihr starkes Herzrasen kaputt gehen könnte. Sie hat schon lange kein Herzrasen mehr, aber die Angst das es wiederkommt belastet uns nachwievor sehr.

Es ist wiedergekommen...

"Warum Kinder"

Warum leben Kinder alleine auf unseren Straßen.
warum sind sie auf der Flucht,
Warum alleine in den Schluchten unserer Städte.
warum verfallen sie der Sucht.

Straßenkinder die wissen,
Deutschland ist fast ein totes Land.
Straßenkinder die sich irgendwann aufgaben,
denn keines je mehr die Menschlichkeit fand.

Warum wird ihnen das angetan von Erwachsenen,
warum will kaum ein Mensch sie sehen.
Warum werden sie verstoßen von der Gesellschaft,
warum will kaum einer verstehen.

Schöne Häuser, schöne Fasaden,
ist das wichtigste geworden in diesem Staat.
Saubere Straßen darf man nur sehen,
und weiter wächst die Sterbenssaat.

Und der Zug der Straßenkinder wird täglich länger!!!

"heiße Tränen"

Meine Augen ein flammendes Meer,
Gedanken Gefühle Hoffnung Wünsche Ängste so schwer.
Sind so schwer zu ertragen,
Gedanken die sich kaum raus wagen.

Meine Augen eine trockene Wüste,
Gefühle erblicken nicht mehr die rettende Küste.
Hoffnungen wurden mir genommen,
Wünsche sind haltlos wie Sand zerronnen.

Heiße Tränen in mir brennen,
ich möchte nur noch wegrennen.
Innerlich bin ich schon fast ertrunken,
auf den stillen Meeresboden gesunken.

Heiße Tränen in mir weinen,
möchte meine Ängste nur noch rausschreien.
Hart kämpft in mir ein hilfloses sehnen,
rauslassen zu können meine heißen Tränen.

"Herbstnebel"

Nebel liegt über dem Land,
Stunden werden zur Unendlichkeit.
Sehnsucht nach Licht,
endlos dehnt sich die Zeit.

Kein Lichtstrahl mehr,
den grauen Vorhang durchdringt.
Feuchte klamme Luft,
leise weinend flüstert der Wind.

Dunkel und grau,
ist die Welt geworden.
Kahle Bäume am Wegesrand,
fahles Laub hält die Erde verborgen.

Gedanken im grauen Dunst verloren,
umklammern hilflos den Geist.
Lähmende Stille in Ketten gelegt,
warten darauf das der Nebel zerreißt.
 
 
"Weihnachtszeit"

In der Weihnachtszeit erklingen schöne Lieder,
ertönen aus allen Häusern überall wieder.
In allen Fenstern erstrahlen leuchtende Lichter,
weit und breit sieht man verträumte Gesichter.
Kinderaugen voller Freude,
all die Herrlichkeit und Pracht bestaunen,
sich erwartungsvoll ihre Wünsche zuraunen.

In der Weihnachtszeit überall schöner Duft,
weißer weicher Schneegeruch liegt in der Luft.
In allen Räumen erstrahlt ein Tischkranz,
brutzelnd liegt im Ofen die Weihnachtsganz.
Kinderaugen laut lachend,
durch den weichen weißen Schnee toben,
mit dem Schlitten über Hügel rodeln.

In der Weihnachtszeit überall läuten Kirchenglocken,
schöne Geschäfte alle Menschen anlocken.
Chorgesang durch die Straßen schallt,
ihre Stimmen jubeln Chritis Geburt ist bald.
Kinderaugen voller Hoffnung,
unterm Tannenbaum fröhliche Weihnachtslieder singen,
was wird ihnen Santa Claus wohl am Heiligabend bringen.

Geliebte gehasste Weihnachtszeit,
Tränen und Trauer sind dann nie weit.
Vergangener Schmerz
verlorenes Kinderherz.
Meine Kinderaugen die damals nur leise fragten,
ob es den Weihnachtsmann wirklich gibt,
ob er auch die vergessenen Kinder liebt.

Geliebte gehasste Weihnachtszeit,
Tränen und Trauer sind dann nie weit.
Gefangener Schmerz,
zerbrochenes Mutterherz.
Meine Augen heute die immer wieder fragen,
wurde das Christkind wirklich jemals geboren,
oder ist die Menschlichkeit mit ihm gestorben.
"ich"
 
Dunkel wie die Nacht,
hell wie der Tag.
Kämpfe ich um mein Leben mit aller Macht,
so wie ich es für mich will und mag.
Fragt nicht wer wir sind,
hört mir zu seid da.
Ich bin nur eine Frau, ein Kind,
so wie ich bin und schon immer war...
Ich bin hell und dunkel,
ich bin laut und leise.
Ich war in mir versunken,
und lebe jetzt auf meine Weise...
Ich bin Gefangene der Zeit,
reingeschleudert in die Welt.
Weiß ich mein Weg ist noch weit,
aber ich tue das was mir gefällt.

"Traurige Gestalt spiele"

 Leuchtende Augen,
strahlendes irres Lächeln im Gesicht.
Zerstörte Seelen,
sieht man dahinter nicht.

Verkaufter Willen,
gebrochen von der glitzernden Sucht.
Erwachende Augenblicke,
hören...wie der Teufel sie leise lockt und ruft.

Blinkende Lichter,
verlockendes flüstern treibt sie immer weiter.
Satans Grinsen,
wird grausam immer breiter.

Traurige Gestalt spiele,
eine Clownsmaske ins Gesicht gemalt.
Erwachende Augenblicke,
hören...wie er schon mit ihren Seelen prahlt.

 

"wenn ein Mensch zweimal stirbt"

Der Körper versorgt,
gewaschen und frisch gemacht.
Die Seele wimmert,
lautlos schreiend in der Nacht.

Der Körper gecremt, gewickelt,
gekämmt und gefüttert.
Die Seele alleine,
einsam in der Stille verkümmert.

Der Körper wird wohl richend,
einparfümiert vor den Fernseher gesetzt.
Die Seele ist voller Angst,
grausam und hilflos tief verletzt.

Der Körper wird beerdigt,
man sagt er ist jetzt bei Mutter Erde geborgen.
Die Seele aber lest gut,
ist vorher schon einsam und allein gestorben.

Was bedeutet es wenn ich sage,
ein Mensch ist zweimal gestorben.
Dem Körper wurde die letzte Ehre erwiesen.
Aber die lebendige Seele hat bis zum Schluß,
vergeblich um Liebe und Hilfe geworben. 

"Wenn Wege sich kreuzen"

 

Einsamkeit ist dein Begleiter,

alleine geht man vorbei am Wegesrand.

Blindgeworden läuft man immer weiter,

zieht durch ein kaltes dunkles Land.

 

Die Jahre ziehen verloren an einem vorbei,

kleine Seelenstücke bleiben verkümmert zurück.

Auf der Suche wann ist man endlich frei,

auch wenn nur ein winziges kleines Stück.

 

Den Blick erstarrt auf den Weg gerichtet,

schleicht man durch ein totes Leben.

Angst das der dunkle Schatten einen vernichtet,

doch Schuhe der Sehnsucht lassen einen weiterstreben.

 

Ohne Zeitgefühl fast leergeworden,

geht man hilflos auf eine Kreuzung zu.

Zitternd spürt man man ist doch nicht gestorben,

Augen schauen in Seelenspiegel teilen innere Ruh.

 

Traurig macht sich wiedererkennen breit,

verwandte Seelen hat man getroffen.

Ist der kalte dunkle Weg auch noch so weit,

wenn Wege sich kreuzen findet man vergessen geglaubtes Hoffen.

"das Meer" 

Wenn das Meer dich ruft,

dann folge diesem Klang.

Das ist der Ort,

wo Wellen sich brechen im lauten Gesang.

 

Wenn das Meer dich ruft,

gehe dahin mit mutigem Lachen.

Das ist der Ort,

wo innere Kraft und Stärke tosend erwachen.

 

Wenn das Meer dich ruft,

stehe voller Stolz auf dem Deich.

Das ist der Ort,

wo brausende Freiheit die eingesperrten Seelen erreicht.

 

Wenn das Meer mich ruft,

setze ich mich in den weichen Sand.

Das ist der Ort,

wo mein zerrissenes Herz immer Ruhe und Frieden fand.

"Meine Möwe"

Einsam sitze ich am Strand,
gedankenverloren blicke ich in die Gicht.
Vor mir läuft eine Möwe über den Sand,
vertrauensvoll kommt sie näher,
blickt in mein Gesicht.
 
Versunken schaue ich ihr lange in die Augen,
dann streckt sie ihre Flügel und fliegt fort.
Kann ich ihrer Botschaft glauben,
ist es kein Traum,
stand sie eben wirklich dort.
 
Träumend schaue ich über das Wasser,
in der Ferne sehe ich die Möwe fliegen.
Die Einsamkeit in mir wird blasser,
ihre Augen mir sagten,
wenn ich nur will werd ich die Einsamkeit besiegen.
 
Vertrauend steh ich auf und schaue über das weite Meer,
riche das Salz und spüre den Wind um mich.
Ich liebe diesen lebendigen Ort sehr,
winkend hebe ich die Hand,
rufe ihr befreiend hinterher "Möwe ich hörte Dich".
 
 
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